Die Principessa von Peter Prange

Dieser Roman spielt im 16.Jahrhundert im barocken Rom. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Clarissa Whetenham, später Lady McKinney, die von den Römern jedoch nur „Principessa“ genannt wird.

Dieser Historienroman beginnt 1623 mit der Wahl des neuen Papstes Urban VIII. Zu dieser Zeit kommt auch Clarissa von England nach Rom, um die Stadt zu erkunden und vor ihrer bevorstehenden Hochzeit mit Lord McKinney noch einmal etwas von der Welt gesehen zu haben. Im Hause ihrer Kusine Olimpia wird sie herzlich aufgenommen und der ganzen Gesellschaft als „Principessa“ aus einem fernen Land vorgestellt.

Bei einer Besichtigung des Doms begegnet Clarissa erstmals Francesco, einem Steinmetz, und ist sofort begeistert von seinem Schaffen. Sie ermutigt ihn, sein Licht nicht weiter unter den Scheffel zu stellen, sondern sich einen Namen als Architekt zu machen. Gleichzeitig gesteht sie ihrer Kusine ihre Liebe zu diesem Mann, obwohl sie weiß, dass sie einem Lord versprochen ist. Sie fasst den Entschluss so schnell wie möglich abzureisen, um wieder in ihre Heimat England zurückzukehren. Doch das Schicksal meint es anders und so muss sie vorerst in Rom bleiben. So bleibt es nicht aus, dass sie Francesco wiederbegegnet. Neben ihm lernt sie auch den neuen Dombaumeister Lorenzo Bernini kennen, der ihr ebenso imponiert wie Francesco. Dabei gibt er die Werke Francescos als seine eigenen aus um ihre Gunst zu gewinnen. Dies bleibt auch Francesco nicht verborgen und so kommt es zu einem folgenschweren Streit zwischen den beiden Männern. In seiner Wut will Francesco auch von Clarissa nichts mehr wissen. Diese fühlt sich unterdessen sehr zu Lorenzo hingezogen, was sie gleichzeitig auch bereut. Nach einer erneuten folgenschweren Begegnung mit Lorenzo trifft zu jedoch die Entscheidung nun nach England zurückzukehren und Lord McKinney zu ehelichen.

Jahre später kehrt Clarissa nach Rom zurück, auf der Suche nach Francesco. Nach erfolgloser Suche geht sie zu dem einzigen Mann, der ihr Auskunft über den Verbleib Francescos geben kann, zu Lorenzo. Dieser will ihr jedoch nicht helfen. Schließlich findet Francesco sie im Dom, wo sie ihm das Versprechen abnimmt, sich als Architekt noch einmal zu beweisen. Währenddessen stirbt der Gönner von Lorenzo, Papst Urban, und neuer Papst wird ausgerechnet Clarissas Schwager.

Um ihr Gewissen zu erleichtern, geht sie zur Beichte und realisiert dort, dass sie nur Frieden finden wird, wenn sie die beiden Architekten Lorenzo und Francesco vereint, damit sie ihr Werk gemeinsam vollenden können. Leider stößt sie damit bei Francesco auf Unverständnis, denn er ist mit der Zeit zu verbittert um seinem einstigen Freund zu verzeihen. Stattdessen ruiniert er dessen Ruf, was Clarissa in Sorge um Lorenzo versetzt. Dabei macht sie einen folgenschweren Fehler. Dieser ruft ihre Kusine Olimpia auf den Plan, die nun mit Intrigen die Feindschaft zwischen den beiden Baumeistern noch weiter schürt, um sich an Clarissa zu rächen.

Nach einer erneuten Begegnung mit Francesco merkt Clarissa wie verzweifelt ihr einstiger Freund ist. In ihrer Not wendet sie sich an ihren Beichtvater, der einen Weg für Francesco gefunden zu haben glaubt. Währenddessen treibt ihre Kusine Olimpia weiter ihr Ränkespiel mit Lorenzo. Wenig später entdeckt Clarissa ein entsetzliches und gut gehütetes Geheimnis ihrer Kusine. Von diesem Tag an hat sie eine unbändige Angst vor ihr und versucht ihr aus dem Weg zu gehen. Sie muss jedoch das Ränkespiel ihrer Kusine durchbrechen und Francesco vor seinem Tod bewahren. Obwohl ihr dies auch gelingt, will dieser nie wieder etwas von Clarissa wissen. Nun glaubt sie ihren einzigen Freund verloren zu haben. Da sie noch immer in Todesangst vor Olimpia lebt, vertraut sie sich Lorenzo an, der verspricht ihr zu helfen. Doch sie haben einen heimlichen Zeugen, der eiligst die Pläne der Flucht an Olimpia weiterleitet. So kann Olimpia die Pläne vereiteln und Clarissa einem harten Schicksal zuführen. Erst Jahre später wird Clarissa aus diesem erlöst und kann sich wieder als freie Frau bewegen. Ihr einziges Ziel ist es nun, die beiden verfeindeten Freunde Lorenzo und Francesco wieder zu vereinen. Doch sie muss einsehen, dass sie das nicht schaffen kann. In einer Schicksalsstunde erweist sich jedoch Francesco als echter Freund, der ihr das Leben rettet. Dennoch endet das Buch tragisch. Clarissa kommt zu einer Erkenntnis, für die es leider zu spät ist.

FAZIT: Das Buch ist sehr spannend geschrieben und hat als Grundlage echte Ereignisse der Zeit verarbeitet.

Andere Kommentare zu dem Buch „Die Principessa“ von Peter Prange finden sie in diesem und in diesem Blog.

15. September 2008

2 thoughts on “Die Principessa von Peter Prange

  1. Tara

    Hallo und vielen Dank für die Verlinkung.

    Wie du ja schon in meinem Blog gelesen hast, war das Buch überhaupt nicht mein Fall. Ich habe es ja sogar abgebrochen, was ich wirklich nur selten tue.

    Vielen Dank für deine Zusammefassung.

    Gruß
    Tara

  2. Angelcurse

    Hi,

    ich danke auch für die Verlinkung. Habe sie soeben erst mitbekommen.

    Ich fand „Die Principessa“ auch nicht so super toll, wie Tara auch schon schrieb. So unterschiedlich können Geschmäcker sein!

    Ich werde dein Blog in meine Linkliste aufnehmen, vielleicht nimmst du mich auch auf?

    LG,
    Angelcurse

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