Nacht ohne Gesicht von Rennie Airth

Dieser Thriller spielt in England, im Hochsommer 1921. Der Erste Weltkrieg ist noch nicht lange vorbei und die Idylle eines Dorfes in Surrey wird wieder einmal zerstört. Es werden in einem Herrenhaus die Leichen vierer Personen gefunden, unter ihnen auch Colonel Fletcher. Nur die kleine Tochter überlebt den grausamen Mord und ist seither stumm. Um das grausame Verbrechen aufzuklären schickt Scotland Yard Inspector John Madden, einen eigenbrötlerischen Detektiv.

Inspector Madden ist ziemlich schnell klar, dass er es mit einem sehr cleveren Täter zu tun hat, der schnell und grausam mit erstaunlicher Präzision seine Opfer tötet.

Er besucht auch die hiesige Ärztin, die die kleine Sophie, die einzige Überlebende, bei sich aufgenommen hat und nun medizinisch betreut. Leider spricht die kleine kein Wort und man hält es für besser, sie nach Schottland zu bringen, wo ihr Bruder ist.

Währenddessen findet Madden heraus, dass die Opfer alle mit einem Bajonett erstochen worden sind, was nur auf einen Soldaten als Täter hinweisen kann. Auch ist er sicher, dass die Tat von langer Hand geplant worden ist, da sich im angrenzenden Wald verschiedene Zigarettenkippen finden lassen.

Nach nochmaligem Inspizieren des Waldes gerät Madden in das Kreuzfeuer des Täters. Gott sei Dank kommt er mit dem Leben davon und entdeckt bald darauf den Unterschlupf des Täters. Auch findet er heraus, dass er bei seinem Überfall auf das Herrenhaus eine Gasmaske getragen hat. Leider ist der Täter aber erneut erfolgreich geflohen.

Kurz darauf geschieht ein weiterer Mord nach demselben Schema. Diesmal ist das Opfer eine Frau. Schnell wird klar, dass es der gleiche Täter war. Langsam kommt Inspektor Madden ihm auf die Spur und weiß bald, dass es ihm bei seinen Taten allein um die Frauen geht.

Nach genauerer Recherche wird auch der Name des Täters bekannt und sein Bild wird überall verteilt um ihn bald dingfest machen zu können. Leider geschieht noch eine weitere Bluttat, bei der eine ganze Familie ausgelöscht wird. Kurz darauf kommt es zum entscheidenden Kampf, bei der man den Täter schließlich verhaften kann.

Ein sehr gut geschriebenes Buch, dass an Spannung kaum zu überbieten ist. Die ganze Zeit fiebert man mit, wann der Täter endlich gestellt werden kann. Kann ich auch dem Rosenlippenmädchen empfehlen 😉

3. November 2008

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